Archiv der Kategorie: Ellis

Eine Stunde Küche

Da lernt man alles, was Hund fürs Leben braucht! Frauchen hat gekocht und wir alle vier waren dabei. Keine Ahnung, wie die Anderen diese köstlichen Düfte aushalten konnten, ich wäre beinahe durchgedreht. Also Lebensweisheit Nummer eins: Menschenessen ist mega!

Während ich versucht habe, die Quelle dieser Gerüche zu orten, ohne Kessy zu nahe zu kommen, schubste mich Frauchen gefühlte hundert Mal runter, wenn ich Richtung Arbeitsplatte hochstieg. Zudem wurde ich von Mama Dana und Oma Magic erzogen. Regel Nummer zwei: zu frech sein ist nicht gut!

Frauchen schob schliesslich diese Köstlichkeit in den Ofen und wir durften die Löffel mit der Crème Fraîche abschlecken. Regel Nummer drei: jeder braucht die richtige Motivation im Leben – für dieses weiße Zeug würde ich alles tun!

Jetzt liegen Dana und ich auf der Couch und machen wilde Schnauzenspiele. Alle anderen verdrehen die Augen und Herrchen macht den Fernseher lauter, weil sie nichts verstehen. Regel Nummer vier: das Leben ist schön und man muss die Schnauzenspiele spielen wie sie fallen! Eure Ellis!

Meine neue Freundin Kessy

Gestern abend haben alle ganz kurz die Luft angehalten. Kessy lag an ihrem Lieblingsplatz, vor dem Sofa. Herrchen und ich hatten Spaß auf dem Sofa, wo ich munter ein paar Turnübungen absolvierte. Wir haben nicht aufgepasst und ich rutschte quasi so im Zeitlupentempo vom Sofa runter und direkt vor ihre Schnauze. Da lag ich nun, auf dem Rücken, zeigte ihr mein nacktes Welpenbäuchlein und die Rute wedelte so ein bisschen, um sie zu besänftigen. Hoppala Tante Kessy, das wollte ich nicht! Das war also der Luftanhaltemoment, denn nun lag es ganz an ihr, was aus der Situation wird. Sie grummelte etwas genervt, stand auf und legte sich woanders hin. Puh. Nochmal gut gegangen!

Spätestens ab dem Moment war klar, dass ich nun ganz offiziell von allen im Rudel zumindest geduldet werde. Also fast schon dazu gehöre. Naja, heute jedenfalls durfte ich mit Kessy eine Runde im Schnee toben und auch das hat allen sehr viel Spaß gemacht. Guckt mal, wie sie lacht!

Warum ich so ernst dreinschaue? Na hört mal, mein erstes offizielles Modelsitzen und dann noch mit meiner größten Kritikerin. Nur nix versauen dachte ich mir. Gut, dass Herrchen dabei war! Eure Ellis!

Beschwerde!

Ich bins, Eure Ellis! Aus dem Knast! Dabei hat heute alles vielversprechend begonnen. Herrchen war mit den Großen unterwegs und ich durfte im Wohnzimmer Krankenschwester spielen und auf Frauchen aufpassen. Wie ich finde, habe ich das ganz hervorrangend gemacht:

Zuerst die Decke weggezogen und ein lustiges Zerrspiel begonnen. So kam der Kreislauf auf Touren.

Dann alles untersucht und mich ganz breit mit dem Kauknochen in die große Hundekudde verzogen, was Frauchen zum Lachen brachte. Lachen macht Glückshormone und die machen gesund!

Meine Schnute mal schnell in das kleine Gesicht an der Wand gesteckt, was Frauchens Puls enorm beschleunigte. Kann ich ja nicht wissen, dass das eine Steckdose ist, oder?

Nun sitze ich hier in meinem Gitterauslauf. Wegen Kessy, sagt Frauchen. Die ist nicht so nett, wenn es um Futter geht und es sei zu meiner Sicherheit. Pfff. Bin DAGEGEN. Eure Ellis!

Einfach genug Anlauf nehmen!

Dann kann man alles schaffen! Glaubts mir! Also die Vorgeschichte geht so: Frauchen ist seit ein paar Tagen eine Mischung aus Hund und Elefant. Entweder sie bellt oder sie trompetet. Voll erwischt, voll erkältet. Sie hatte nicht so viel Zeit für mich wie sonst und es hatte sich dementsprechend Energie angestaut. Vorhin ließ mich unser Herrchen aus dem Garten ins Haus. Durch das wilde Spiel mit Mama Dana war ich eine panierte Schneekugel und ziemlich nass. Ich sollte also zum Trocknen rein. Frauchen lag auf dem Sofa und hat sich so über mich gefreut und ich mich über sie ja und dann hab‘ ich tüchtig Anlauf genommen und bammm, donnerte ich gegen ihr Gesicht! Obwohl Blut floss, musste sie sehr lachen und ich war froh, dass sie nicht schimpfte. Denn damit hatte nicht mal ich gerechnet! So klein und doch – mit genug Anlauf schafft man alles! Eure Ellis

Elli und Ellis

Eben stürmt das Tief „Elli“ über Deutschland und bringt viel Schnee und Wind! Das ist toll! Je wilder, desto besser finde ich. Zudem meine Beine jetzt genau die richtige Länge haben, damit ich im Schnee nicht versinke. Eben bin ich eine Runde mit Mama Dana durch den Schnee gesaust, das war super!

Was haben jetzt „Elli“ und „Ellis“ ( also ich) gemeinsam? Wir sind beide ein Wirbelwind, fast eine Naturgewalt, und lieben es, schnell unterwegs zu sein. Woher die Meteorologen nun das wieder gewusst haben, als sie den Namen für das Sturmtief ausgewählt haben?

Eure Ellis

Spaziergang mit Oma Magic

Das war gestern nachmittag nochmal richtig schön! Ein Spaziergang zusammen mit Oma Magic durch den Wald! Wenn die Perspektive stimmt, sind wir fast gleich groß:

Na gut, eigentlich sind die Größenverhältnisse noch deutlich unterschiedlich. Hier beim gemeinschaftlichen Schnüffeln an einer besonders guten Stelle:

Frauchen übt mit uns den Rückruf und ich muss mich schon sehr beeilen, als Erste dort zu sein. Dann klatschen wir bei ihr mit dem Hand-Touch ab und es gibt Kekse! Tolles Spiel sag‘ ich Euch! Magic gefällts auch:

Auch Gucken können wir beide sehr lieb!

Das war richtig schön und jetzt muss ich wieder eine Runde schlafen und alle Erlebnisse verarbeiten. Eure Ellis!

Das kleine blaue Ding

Frauchen nennt es Futterbeutel und der gehört im Moment zu den wichtigsten Dingen in meinem Hundeleben! Denn daraus gibts auf den Spaziergängen mein Essen. Fürs Kommen, fürs lieb Gucken, für Aufmerksamkeit, für meinen Namen, Mensch Leute, ich habe schon so viel gelernt die letzten Wochen! Wird mir grad eben bewusst!

Seit gestern kann ich ihn sogar auch schon ein Stück apportieren, das bauen wir jetzt aus. Aber ich will dann immer so schnell zu Frauchen zurück, dass ich ihn auf halber Strecke gerne mal fallen lasse.

Von Mama Dana weiß ich, dass sie ihn auf den Spaziergängen mehrfach apportiert, ihn im Gebüsch sucht, wo Frauchen ihn versteckt hat oder sie muss wieder mal einspringen, wenn Frauchen ihn „verloren“ hat. Das macht riesig Spaß und die Variationen, die sie sich für uns einfallen lässt, sind beinahe unerschöpflich.

Aber so weit bin ich noch lange nicht, ich darf jetzt mal mit der „Grundschule“ anfangen. Eure Ellis

Sachenfinder

Ob Ihr es glaubt oder nicht, ich bin ein Sachenfinder! Also ich finde Sachen, die vorher nicht da waren. Zum Beispiel krabbel ich unters Bett und komme mit Flusen an meinen Plüschohren wieder hervor! Oder ich beisse wie heute Vormittag in einen Tetrapack und plötzlich ist da Milch, wo vorher keine war. Komisch. Ja und neulich habe ich ein Loch in ein Kuscheltier operiert und flups, kam da weiße Füllwatte raus! Also wirklich. Ich kann nichts dafür!

Heute in der Welpenstunde habe ich auch was gefunden und zwar neue Freunde. Mit denen konnte ich richtig gut durch den Schnee toben. Denn da fehlen mir meine Brüder doch sehr. Dann habe ich ein neues Wort gelernt und das heisst „Nein“. Wer denkt sich denn sowas aus? Da liegt Futter und ich darfs nicht nehmen. Frauchen ist da ganz streng.

Jetzt grade bin ich auch schwer beschäftigt, Sachen zu finden. Frauchen hat die Spielekiste hingestellt und ich durfte sie komplett ausräumen! Wahnsinn! Beisswürste und Bälle in allen Formen und Farben! Am Besten hat mir ein großer grüner Ball gefallen, der mit Müh und Not in meine Schnute gepasst hat. Egal, da wachse ich schon noch rein! Eure Ellis!

Ein ereignisreicher Tag

Was ich heute wieder alles erlebt habe, das könnt Ihr Euch gar nicht vorstellen. Aber da momentan noch alles neu ist, kommt da schnell eine Menge zusammen:

Morgens waren wir am Hundeplatz. Unsere Gruppe trainierte Unterordnung und THS. Bei mir ging es einfach nur ums erste Kennenlernen. Ein bisschen freiwillige Aufmerksamkeit und einmal Abrufen zu Frauchen und schon waren wir wieder fertig. Was ich daheim und ohne Ablenkung schon sehr gut kann, hat heute auch auf dem fremden Platz einwandfrei funktioniert! Frauchen war stolz auf mich!

Dann ging ich mit Mama Dana eine Runde über die Felder und ich konnte richtig flitzen. Das war toll! Nachmittags fuhren wir dann nochmal raus und es gab einen Spaziergang mit – stellt Euch vor Tante Kessy! Sie hat einfach eine megaklare Kommunikation und ich wusste sofort was ich durfte und was nicht. Frauchen hatte viele Kekse dabei und wir hatten viel Spaß zusammen, als sie uns zusammen abrief. Die kann vielleicht schnell rennen, da musste ich mich dolle beeilen!

Danach habe ich noch ein kleines Fährtenquadrat geschüffelt, in dem der Rest meines Abendessens versteckt war. Meine Nase ging wie verrückt und Frauchen war wieder sehr zufrieden mit meiner intensiven Sucharbeit. Bald darf ich erste Spuren suchen, da freu‘ ich mich schon!

Jetzt kau‘ ich nochmal ein wenig auf meinem Rinderstick, denn mein Kiefer juckt wie verrückt. Was ist denn da wieder los? Eure Ellis!

Größenwahn

Heute bin ich müde. Das lange Aufbleiben bin ich nicht gewöhnt und so kleine Hunde brauchen ja besonders viel Schlaf. Ausserdem war gestern ein sehr ereignisreicher Tag. Da darf schonmal am Tag danach nichts Großartiges passieren.

Eine Sache von gestern habe ich Euch noch gar nicht erzählt: meinen Hang zum Größenwahn! Wir sind am Nachmittag ganz weit rausgefahren für unsere Spaziergänge. Dabei durfte ich gestern mit Oma Magic gehen. Zu uns gesellte sich auch noch Sissy, eine Labradorhündin, die dort auf einem Bauernhof wohnt und sich öfter mal jemanden zum Spazierengehen aussucht und einfach mitläuft. Die fand ich cool! Die ist dann auch ausgeflippt und wir rannten um die Wette. Dabei hat sie sich auf den Rücken geworfen und ich bin auf ihr herumgehopst wie auf einem Trampolin. Das fand sie so lustig, dass sie gleich nochmal losgeflitzt ist.

Magic hatte in der Zwischenzeit einen Ball in der Schnute und so im Vorbeilaufen hab‘ ich die Schnur gepackt. Daraus entstand ein lustiges Zerrspiel, bei dem ich nicht nachgeben wollte.

Frauchen erkannte also eindeutige Zeichen von Größenwahn und konnte nur den Kopf schütteln. Schon auf Gut Aiderbichl am Vormittag zeigten sich erste Vorboten. So sagte ich zu einer gutmütigen 50kg Bordeauxdogge „Guten Tag“, dessen Schädel genauso groß wie ich war. Der Rüde war ganz lieb zu mir aber Frauchen hatte Bedenken bei dem Ungleichgewicht der Körpergewichte. Dann, in der Stallgasse wo es etwas enger war, zog ich einem fremden Border Collie ganz frech an der Rute. Der hats aber gar nicht gemerkt. Frauchen musste mich schon wieder ermahnen. Mann. Nichts darf man! Da verziehe ich aber gleichmal ein wenig die Miene und bin ganz kurz beleidigt. Eure Ellis