Lange nichts geschrieben!

Also ehrlich, das gibts doch gar nicht wie die Zeit vergeht! Wir haben so lange nichts geschrieben und das kommt so:

Frauchen, Dana und ich waren auf großer Fahrt! Wir durften bei einem tollen Fährtenseminar mitmachen und haben ganz viel gelernt!

Dann war das Wetter so toll (ist es immer noch) und unsere Menschen werkeln den ganzen lieben langen Tag im Garten herum. Wo wir natürlich auch fest mithelfen. Abends sind dann alle sehr müde.

Ihr seht, immer was zu tun, aber uns gehts blendend! Daher nicht wundern, wenn grade mal nicht so viel los ist hier. Eure Ellis!

Der Plüsch ist weg!

Heute war es nicht mehr zu übersehen! Mein Plüschfell ist weg und es kommen wellige, glänzende, lackschwarze Haare! Noch was ist neu. Meine neuen Beisserchen brechen strahlendweiß durch und ich habe schon entdeckt, dass man da viel besser zubeissen kann. Vor allem Kauartikel kann ich nun viel schneller zerkleinern, super! Meine Lieblingsbeschäftigungen – wenn ich grade nichts übe – sind Löcher buddeln, Äste schreddern, im Zickzack rennen wie verrückt, meinen Plüschhasen durch die Gegend schleppen, Herrchen ärgern oder noch besser die großen Hunde in die Beine beissen. Das finden die ätzend und ich lustig. Bis Frauchen kommt und mir eine Ansage macht. Menno. Irgendwo muss ich doch hin mit meiner Energie, oder? Eure Ellis!

Total durchgeknallt

Heute war wieder so ein Tag mit absolutem Energieüberschuss. Beim Training am Vormittag zeigte ich bereits, was in mir steckt! Genauso schnell wie ich lerne, mach‘ ich dann auch die Übung. Alles nur, damit die Kekse flotter in meinen Mund wandern sag‘ ich Euch! Danach musste die zugeführte Energie irgendwo hin und ich sauste mit wilden Bocksprüngen im Haus hin und her. Den Weihnachtsplüschelch schmiss ich dabei lustig in die Luft. Das hat richtig Spaß gemacht!

Dann habe ich im Garten an der Wilden Karde weitergearbeitet bzw. an ihrer Zerkleinerung. Es sah aus wie in einer Häckselanlage und Frauchen runzelte die Augenbrauen. Vielleicht würde mich ja ein schöner Spaziergang müde machen?

So fuhren wir in der einzigen Regenpause des Tages raus und ich durfte mit Oma Magic zusammen eine große Runde laufen. Dabei flippte ich mindestens sechs Mal völlig aus und raste wie angestochen durch die Gegend. Einmal donnerte ich von hinten kommend in Frauchen rein – auweia, das gab einen Anschiss! Ansonsten nutze ich alles zum Ausflippen, was uns so in die Quere kam: Weiche Maulwurfshügel, stachelige Uferböschungen oder lichter Auwald, all‘ das stachelte mich zu Höchstleistungen an!

Müde war ich jedenfalls danach kein Bisschen und da mir in meinem Zimmer so langweilig war, habe ich mit den Matschepfoten ein wenig die Wand verziert. Geschlafen, so wir Frauchen sich das einbildete, habe ich nicht.

Jetzt beisse ich mit meinen paar Zähnen, die momentan gebrauchsfähig sind, dieses harte Miststück von Kaukäse! Das ist in etwa so, als wenn ihr Menschen ganz hartes Brot essen müsst. Man nagt und nagt und kann fast nichts runterbeissen. Mal sehen, wie lange ich durchhalte, bevor mir sicher wieder neue lustige Dinge einfallen! Eure Ellis!

Wilde Hilde gegen wilde Karde

Heute war ich frustriert. Frauchen putze das Gewächshaus von innen und ich durfte nicht mitspielen. Herrchen reparierte einen Schrank im Gartenhaus und ich durfte wieder nicht mitspielen. Was also tun?

In meinem Frust bin ich auf das Hochbeet gehüpft, des besseren Überblicks wegen. Dort konnte ich super an der wilden Karde rupfen, einer höchst stacheligen Wildstaude. Das Gepiekse störte mich aber nicht im Geringsten. Stiele, Samenstände, alles flog fein gehäckselt durch die Gegend und wird sich nun munter überall verteilen und aussäen. Selbst Schuld, sag‘ ich mir, jawoll!
Der hab‘ ichs gezeigt, der wilden Karde! Ich bin nämlich noch wilder! Eure Ellis

Der Gruselkeller

Schon mehrmals, als Frauchen in den Keller ging, stand ich oben am Treppenabsatz und schielte vorsichtig nach unten. Die Perspektive ist für uns Hunde mehr als gruselig. Die Treppe ist schwarz und wendelt sich nach unten. Nach ein paar Stufen weiß man also nicht, was einen da erwartet. Daher war ich da noch gar nie unten. Aber heute war es soweit!

Oma Magic ging vor und ich hinterher. Ein paar Kekse auf den Stufen waren eine wertvolle Entscheidungshilfe. Unten staunte ich! So viele neue Zimmer. Natürlich musste ich mir sofort alles ganz genau ansehen. Ganz hinten ist ein Bad mit der Hundedusche. Die war heute das eigentliche Ziel. Mutig ging ich hinein. Sogar als das Wasser lief! Dann noch schnell mit dem Handtuch trockenrubbeln und die erste Einheit „Duschen“ war erfolgreich überstanden. Die Treppe hoch lief ich von selbst. Raus aus dem Gruselkeller, der ein bisschen von seinem Schrecken verloren hat. Eure mutige Ellis

Ein Tag im Garten

Heute war beinahe frühlingshaftes Wetter. Das nutzten Frauchen und Herrchen, um den großen Auslauf endlich abzubauen. Hui, da konnte ich durch den Garten flitzen! Auch in den Obst-und Gemüsegarten – eigentlich tabu für uns Hunde – habe ich mich reingeschlichen und bin, genau, ausgeflippt. Momentan renne und springe ich bei jeder Gelegenheit, um Muskeln, Sehnen und Gelenke so richtig zu stärken.

Was ist noch passiert? Frauchen hat ein wenig die Blätter zusammengerecht und ich habe natürlich tatkräftig geholfen! Das ging so: In die Handschuhe beissen, auch mit Frauchens Hand drin, und nicht mehr loslassen. Oder alles was sich im Eimer angesammelt hat, wieder rausholen und verteilen. Frauchen war begeistert!

Herrchen versuchte einstweilen, meine sorgfältig gebuddelten Löcher im Rasen wieder zu verschliessen. Er war von meinem „Projekt Swimmingpool“ nicht überzeugt. Na er wird das schon bereuen, wenn es im Sommer heiß wird! Jedenfalls war das ein lustiges Spiel. Herrchen machte ein Loch zu und hinter seinem Rücken grub ich woanders einfach weiter.

Jedenfalls hatte ich den Eindruck, dass meine tatkräftige Unterstützung nicht ausreichend gewürdigt wurde. So ärgerte ich einfach Dana oder Magic oder fing mir bei Kessy eine Ohrfeige ein. Die mich nur drei Milisekunden beeindruckt hat, dann nervte ich schon wieder.

Nach so einem Nachmittag im Garten sind wir jetzt alle sehr müde. Alle liegen flach herum und schnarchen. Auch ich muss neue Energie tanken. Für neue Streiche an einem neuen Tag! Eure Ellis

Breakdance

Gestern abend habe ich einen astreinen Breakdance im Garten hingelegt! Denn die ganzen Erfahrungen der letzten vier Tage wirbelten in meinem Kopf herum wie Blätter im Wind. So versuchte ich mit wilden Drehungen, da wieder Ordnung reinzubringen.

Denn für alle, die uns vermisst haben, uns gehts gut! Aber wir hatten vier Tage Training satt:

Am Donnerstag fuhren wir in einen große Hundesporthalle. Mit dabei mit Mama Dana und mir war noch ein Gast! Linus, ein sehr freundlicher blonder Hovawartrüde fuhr mit seinem Frauchen mit uns mit. Ein wenig habe ich mich in ihn verliebt, weil er so nett und freundlich zu mir war. Jedenfalls war es in dieser Halle einfach spitze!

Es waren noch mehr Hunde und Menschen da. Frauchen und ich durften tolle Dinge lernen und auch zeigen, was wir schon können. Das war der erste Tag, an dem ich abends dann schon fix und alle war. Aber am Freitag ging es weiter!

Auf der Fährte durfte ich schnüffeln, das ist ja eine meiner absoluten Lieblingsbeschäftigungen! Bei allerschönstem Frühlingswetter fand ich da eine Menge Kekse!

Danach gabs am Nachmittag nochmal eine Einheit auf dem Hundeplatz, den ich ja auch noch nicht kannte. Also wieder alles neu und wieder viele neue, nette Leute.
Dann, Samstag und Sonntag, kam ein sehr netter Mann, der mit mir toll gespielt hat. Das war mega! Momentan muss ich eigentlich vorsichtig sein, da meine neuen Zähne alle durchkommen und kein Zahnfleisch heiss und geschwollen ist. Aber so ein bisschen Zergeln geht schon, halt nur nicht dolle.

Dann tobte ich noch mit meinem neuen Freund Gonzo! Einmal bei ihm zuhause, während die Menschen gemütlich frühstückten. Und gestern Nachmittag nochmal, als alle anderen schon auf dem Heimweg waren. Er ist zwar vier Wochen jünger als ich, aber als Hovawartrüde fast genauso groß und schwer. Das hat sehr gut gepasst und riesig Spaß gemacht.

Ihr seht also, ich hätte sehr müde sein sollen. Irgendwie waren die Gedanken abends aber immer noch am Kreisen. Wenigstens in der Nacht konnte ich schlafen wie ein Stein.

Das war auch gut so, denn über Nacht kam neuer Schnee! Während Herrchen den überall wegschaufelte, ging Frauchen mit uns spazieren. Dana und ich trafen Mamas Jugendfreund Enzo und so liefen wir zusammen eine große Runde! Ihr könnt Euch sicher vorstellen, was ein Welpe in Kombination mit Neuschnee bedeutet? Genau! Ausgeflippt – mehrfach!

Frauchen sagt, ich werde niemals müde. Immer wenn sie mit mir etwas machen will, bin ich auf 180. Herrchen musste sich gestern sogar mit Handschuhen gegen meine Beissanfälle schützen. Er wird immer so herrlich wütend, das finde ich einfach besonders toll und beisse noch mehr in alles, was ich so finde.

Bald sind meine neuen Zähne da und dann wird das auch besser! Jetzt schlafe ich vielleicht eine kleine Runde, oder ich stelle nochmal Unsinn an. Eure Ellis

Absolut bemitleiderswert

Denn ich darf nicht so viel essen, wie ich möchte, keinen Unsinn anstellen, nicht in Hände oder Kleidung beissen wenn ich „drüber“ bin, meinen Auslauf nicht umdekorieren, im Garten keine Löcher buddeln, keine von den Großen ärgern, usw., usw. Kann mich bitte jemand hier rausholen?


Dieser Blick sagt doch alles, oder? Die Hörnchen, die da seitlich wachsen, sind gar nicht aussagekräftig. Denn ich bin eigentlich sehr lieb! Lerne für mein Leben gerne neue Dinge, esse alles und bin schnell wie der Wind! Ein echtes Hovawartmädchen eben. Eure Ellis

 

Keine kleinen Sachen

Manche machen keine halben Sachen. Bei mir ist das so, ich gebe mich nicht mit kleinen Sachen ab! Je größer die Beute, umso schöner! Puschelbeisswürste mag ich nicht ins Maul nehmen, die sind mir einfach zu plüschig. Aber wenn Frauchen die großen VetBeds ausschüttelt, die im Prinzip aus dem selben Material bestehen, hänge ich mich rein wie ein Krokodil.
Oder vorhin in meinem Auslauf. Manche würden das Linoleum, was den empfindlichen Boden drunter schützen soll etwas anknabbern. Ne ne ne, ich reisse es in der Mitte auseinander sodass ich es in einer Ecke aufstellen kann. Meine große Hundeliege hat auch schon gelitten. An einer Ecke ist das Gewebe schon kaputt. Die perfekte Stelle, dieses riesen Teil durch die Gegend zu ziehen.

Den Vogel habe ich gestern Abend abgeschossen. Frauchen hat die VetBeds aus dem Auto zum Waschen vor meinen Auslauf geworfen. Ich habe sie dann in mühevoller Kleinarbeit durch das Gitter zu mir reingezogen. Das war fast so, wie wenn das Kamel durch das Nadelöhr geht. Also eigentlich unmöglich. Geht nicht gibts nicht, meine ich! Eure Ellis

Fahrradfahren für alle!

Endlich ist dieses blöde Eis auf unserer Fahrradstrecke weg! So konnten wir heute endlich wieder mal eine Runde drehen. Zuerst Oma Magic und Tante Kessy. Die sind wirklich so gut drauf, man merkt ihnen ihr Seniorendasein überhaupt nicht an. Aber Frauchen war vernünftig und ist mit den Beiden nur eine kleine Runde zum Einstieg gefahren.

Dann Mama Dana! Die hat beim Wegfahren der ersten Beiden geschrieen vor Empörung, dass sie jetzt nicht gleich sofort dran kommt. Als es dann soweit war, ist sie erstmal komplett ausgeflippt und im Galopp los. Frauchen hatte sich das schon gedacht und da weit und breit nichts in Sicht war, durfte sie sich auslaufen. Mit hängender Zunge und ein paar Kilometer später fiel sie endlich in den Trab und lief zufrieden nebenher. Das hat ihr mindestens so gefehlt wie das Fährten!

Am Schluss war ich dran. Mal reinbeissen in das Pedal – hm, bringt keine Punkte. Frauchen hat das Rad geschoben und die erste Lektion lautete, nicht vor dem Fahrrad zu kreuzen. Das könnte später sehr gefährlich werden. Dann durfte ich auch schon ein paar Meter angeleint nebenher laufen. Schnüffeln wäre mir lieber gewesen. So ganz konnte nicht nachvollziehen, warum die Anderen sich darum rissen, endlich los zu dürfen. Vielleicht kommts ja noch? Eure Ellis

Hier lest Ihr alles über die Erlebnisse unseres Rudels!